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Hündin: Die Kastration wird für alle Hündinnen (außer Zuchthündinnen) empfohlen.
Es werden die Eierstöcke entfernt, und wenn notwendig auch die Gebärmutter.
Vorteile der Kastration: Keine Läufigkeit – dadurch wird  das Risiko an Brustkrebs zu erkranken deutl. vermindert (häufige Tumorform der Hündin). Außerdem besteht nicht die Gefahr, im Anschluss an eine Läufigkeit an einer Gebärmuttereiterung zu erkranken.

Mögliche Nachteile: Harninkontinenz (= Harnverlust in Ruhe) im Alter . Das tritt v.a. bei großen Hunderassen auf. Selten kommt es zu Fellveränderungen, v.a. bei Rassen wie Setter und Spaniel.

Die Kastration wird kurz vor oder nach der 1. Läufigkeit empfohlen.

Operation: Den  Hündinnen werden über einen Schnitt im Nabelbereich Eierstöcke und je nach Bedarf die Gebärmutter entfernt. Die Bauchdecke wird dann dreischichtig verschlossen. Gegen die postoperativen Schmerzen bekommt die Hündin Medikamente. Bei Bedarf muss die Patientin einen Trichter tragen. Nach 10 Tagen werden die Fäden gezogen.


Rüde: Wird v.a. bei  Verhaltensproblemen empfohlen. Dazu gehören: übermäßiger Sexualtrieb, Aggressivität  gegenüber Hunden oder Menschen. Vorteile der Kastration: ruhigeres Wesen, weniger Aggression, bessere Konzentrationsfähigkeit, keine gesundheitlichen Probleme mit Prostata, Hoden und auch kein Markieren.


Mögliche Nachteile: Appetitsteigerung und  Gewichtszunahme.

Die Kastration kann ab dem 6. Lebensmonat durchgeführt werden.

Operation: Mit einem kleinen Schnitt werden beide Hoden vorgelagert, abgebunden und entfernt (präscrotale Operationstechnik). Die Wunde wird dann dreischichtig verschlossen. Gegen die postoperativen Schmerzen bekommt der Hund eine Injektion. Mindestens 5 Tage muss der Patient einen Trichter tragen. Nach 10 Tagen werden, falls notwendig, die Fäden gezogen.

Mag. Eva Haunschmid - Kleintierambulanz - office@tierarzt-haunschmid.at